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Warum bei trockenen Augen Augentropfen nicht immer helfen (Ausgabe 50)

Guten Tag,

trockene Augen sind ein weit verbreitetes Phänomen und für die Betroffenen sehr lästig.

Sucht man einen Augenarzt auf, wird meist die Tränenmenge mithilfe von Papierstreifchen, die ins Lid eingehängt werden, gemessen.

Diagnose: trockene Augen    Abhilfe: Augentropfen    Ursache: nicht geklärt.

Kaum jemand weiß, dass die Qualität -also Zusammensetzung- der Tränenflüssigkeit ursächlich ist. Die vom Laien als Wasser wahrgenommene Tränenflüssigkeit ist ein Mix aus ganz vielen Inhaltsstoffen, deren Zusammensetzung harmonisch sein muss, damit ein gesundes Augenmilieu herrschen kann. Ganz wichtig sind die sogenannten Lipide, eine ölige Schicht die oben auf der Träne schwimmt und ein zu schnelles Verdunsten des wässrigen Anteils verhindert. Fehlt diese ölige Schicht, trocknet die Augenoberfläche ab. Tropfen befeuchten und lindern zwar, ändern aber nichts an der Ursache.

Mithilfe des Biomikroskops können wir sehen, ob der Lipidmangel von einer Fehlfunktion der dafür verantwortlichen Drüsen im Augenlid kommt. Ist das der Fall gibt es einfache, sehr wirksame und zudem preiswerte Behandlungsmethoden.

Unterbleibt die Behandlung der Ursache, gehen die Lipiddrüsen allmählich zugrunde. Mittelfristig werden die Tränendrüsen mehr wässrige Tränen produzieren um den Mangel auszugleichen. Diese laufen aber am Lid über, da kein Öl am Lidrand es verhindern kann. Ständig tränende Augen und Augenwischen sind die Folge. Wir kennen das alle von älteren Leuten.

Auf dem Foto sieht man deutlich im Tränenfilm ein cremiges Sekret. In den Lidern wird es unbehandelt  immer fester in der Konsistenz und verstopft die Drüsenausgänge an den Lidern.