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Orthokeratologie/Nachtlinsen

Jeden Tag scharf sehen. Ohne Brille, ohne Kontaktlinsen, ohne Lasik-OP

Erfahrungen von Anwendern und Fachleuten (Bayer. Fernsehen)

Das Verfahren der Orthokeratologie basiert auf einer gezielten Verformung der Augenhornhaut und somit der Korrektion des Sehfehlers.

Orthokeratologie, auch Ortho-K, ist ein Fachbegriff. Er leitet sich ab aus den Teilworten „Ortho“= richtig, „Kerato“ = bezogen auf die Hornhaut und „Logie“ = die Lehre von.

Wie funktioniert es?

Speziell geformte Linsen, sogenannte Nachtlinsen, werden nur über Nacht beim Schlafen getragen. Sie bewirken die Änderung der Augenhornhautform und damit Reduzierung des Sehfehlers. Bereits nach der ersten Nacht tritt eine deutliche Verbesserung des Sehens ein. Das Erreichen der vollständigen Korrektur dauert etwa 3-12 Nächte. Der Verbesserungseffekt hält mindestens 16 Stunden an und geht dann ganz allmählich wieder zurück. In der nächsten Nacht erfolgt die „Auffrischung“ der Korrektion.

Für wen sind diese Nachtlinsen geeignet?

Für die meisten Kurzsichtigen. Bis -4,5 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis -2,5 Dioptrien können korrigiert werden. Auch für Kinder ist Orthokeratologie geeignet und zugelassen.

Wo bekomme ich diese Ortho-K Linsen?

Anpassen dürfen diese Nachtlinsen Augenärzte und Augenoptiker die auf Kontaktlinsenanpassung spezialisiert sind, die entsprechende Ausbildung und Zulassung sowie gerätetechnische Ausstattung haben. Es dürfen keine Augenkrankheiten vorliegen und es muss in einer Voruntersuchung geklärt werden, ob grundsätzlich eine Eignung für dieses Korrektionsverfahren gegeben ist. Im Anpassprozess sind enge, anfangs tägliche, Kontrollen nötig, nach der Anpassphase genügt die vierteljährliche Augenkontrolle.

Orthokeratologie – Alternative zur Lasik-Operation

Sie haben am Tage keinerlei Einschränkung durch eine Brille oder Kontaktlinsen. Sie haben keine operative Veränderung des gesunden Auges mit dem Risiko von Folgeproblemen oder Folgeerkrankungen. Das Verfahren der Orthokeratologie ist reversibel, das heißt, werden die Speziallinsen (Nachtlinsen) nicht mehr benutzt, bildet sich die Hornhaut in ihre Originalform zurück, der Sehfehler ist wieder vorhanden. Brille oder Kontaktlinsen können wieder genutzt werden.

Seit wann gibt es Ortho-K?

In den USA wird das Verfahren seit ca.1985 angewandt. In Deutschland seit ca. 2003.

Welche Vorteile haben diese Nachtlinsen?

Diese speziellen Nachtlinsen werden auch vertragen, wenn eine Unverträglichkeit mit „normalen“ Kontaktlinsen vorliegt. Durch die Benutzung in der Nacht bei geschlossenen Augen kommt kein Staub unter die Linse, außerdem bewegt sie sich wenig und ist dadurch weniger zu spüren. Die Verlustgefahr ist wesentlich geringer. Innerhalb des folgenden Tages sind Sie frei von Fehlsichtigkeit, brauchen keine Brille/Kontaktlinsen. Sie sind tagsüber damit rechtsichtig oder emmetrop. Das Verfahren ist reversibel. Es wird nichts am gesunden Auge operativ verändert. Der Originalzustand kann jederzeit durch Absetzen der Nachtlinsen wieder erreicht werden. Zukünftige, noch bessere Nachtlinsen oder andere Möglichkeiten können genutzt werden.

Haben Sie noch weitere Fragen?

Dann lesen Sie hier und lassen Sie sich dann individuell beraten und abklären, ob Orthokeratologie das geeignete Mittel zum täglichen freien Sehen für Sie ist.